Interventionen mit Pferden

 

Pferde werden in präventiven, therapeutischen und pädagogischen Bereichen seit über vierzig Jahren in Deutschland eingesetzt. In den vergangenen 15 Jahren hat sich viel verändert, neue Einsatzfelder wurden erschlossen, Fachkräfte unterschiedlicher Ausrichtungen haben das Pferd in ihre Arbeit eingebunden, so dass es zu einer großen Vielfalt gekommen ist.

Besonders auch die vermehrte Auseinandersetzung in der Wissenschaft und der Verknüpfung auf internationaler Ebene kam es auch zu Veränderungen in den Begrifflichkeiten, die für die therapeutischen und pädagogischen Angebote gefunden wurden. Früher wurde in Deutschland in der Regel vom therapeutischen Reiten gesprochen, dieser Begriff hat auch noch immer Gültigkeit. Jedoch hat sich in den letzten Jahren der Begriff der Pferdegestützten Therapie und Pädagogik stark verbreitet, der klarer herausstellt, dass es um den Einbezug des Lebewesens Pferd geht und nicht vorrangig um das Reiten. Das Pferd bietet mehr, als nur als Reittier eingesetzt zu werden, es ist Interaktionspartner, es geht auf unsere Stimmungen ein, es bietet ein großes Handlungsfeld in Bezug auf seine Versorgung, allein ein Pferd zu führen kann eine große Herausforderung und damit Lernfeld sein.

Der Berufsverband PI hat sich der neuen begrifflichen Strömung angenommen und daher den Begriff der Pferdegestützten Interventionen darin verankert. Unter den Begriff der Intervention fallen therapeutische ebenso wie pädagogische oder auch präventive Ansätze. So können alle Arbeitsweisen zusammengefasst werden, die das Pferd als Partner und Medium in den Prozess der Förderung, Gesundung und Entwicklung des Menschen einbinden.